Das Verbraucherinteresse an Öko-Produkten wächst wieder stärker, nachdem sich das Wachstum vor dem Hintergrund des schwierigen Wirtschaftsumfelds etwas abgeschwächt hatte. Das gilt für zahlreiche Länder, darunter Deutschland, Großbritannien, Schweden und die USA. Die Zahlen hat die Forschungsanstalt für biologischen Landbau (Fibl) in der Schweiz zusammengestellt.

Nach den Erhebungen des Bundesverbands Naturkost und Naturwaren (BNN) beobachtet der Naturkosthandel in diesem Jahr knapp 9 Prozent Umsatzsteigerung gegenüber dem vorigen Jahr. Im Jahr 2013 waren die Öko-Umsätze in Deutschland um 7,2 Prozent auf 7,55 Mrd. € gestiegen. Die Anbaufläche in Deutschland wächst in deutlich geringerem Maße um 2,5 Prozent auf 1,06 Mio. ha. Damit war Ende 2013 immerhin einen Flächenanteil von 6,3 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche erreicht.

Eine ebenso große Öko-Anbaufläche von 1,06 Mio. ha hat mittlerweile Frankreich erreicht. Der Zuwachs betrug 2013 allerdings 9 Prozent. Dieselbe Zuwachsrate hat auch der französische Verbrauch von Öko-Produkten, der im vorigen Jahr 4,6 Mrd. € erreicht hat. Für die Niederlande wurde ein Umsatzwachstum im Biosektor zwischen 6 und 8 Prozent errechnet.

Großbritannien überwindet Krise
In Großbritannien freut sich die Bio-Branche auch über das vergleichweise kleine Wachstum um 2,8 Prozent im Jahr 2013. Immerhin ist es das erste Wachstum seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Nach den Angaben des dortigen Verbands Soil Association wurde ein Umsatz von 2,2 Mrd. € erzielt.

Ein herausragend starkes Wachstum des Öko-Sektor verzeichnet Schweden: Im 1. Halbjahr 2014 legten die Umsätze um 30 Prozent zu. Im vergangenen Jahr wuchs der Markt um 13 Prozent und erreichte 1,3 Mrd. €.

In den USA stieg der Branchenumsatz ebenfalls stärker als in der Vergangenheit. Die Umsätze legten 2013 um 11,5 Prozent auf 35,1 Mrd. US-$. Davon entfallen 92 Prozent der Verkaufserlöse auf Lebensmittel, so die Erhebung des verbands Organic Trade Association (OTA). (brs)
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