Zwölf Öko-Milchviehhalter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben einen Milchliefervertrag mit der Bioland-Milcherzeugergemeinschaft der Mittelgebirgsbauern abgeschlossen. Gleichzeitig hat die Milcherzeugergemeinschaft (MEG) die Weiterverarbeitung der Biomilch mit der Gläsernen Molkerei vertraglich geregelt. Zunächst können die Betriebe gemeinsam eine Menge von rund 5 Mio. Liter Milch jährlich liefern, berichtet der Anbauverband Bioland.

Weitere Betriebe der Region, sogar aus Belgien, bekunden ebenfalls Interesse. Auch der saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, erkennt in dieser neuen Vermarktungsschiene gute Chancen für die Bio-Milchbauern und womöglich auch für eine regionale Biomilch-Verarbeitung. Nach der Übernahme der Molkereien Walhorn und der Milchunion Hocheifel (MUH) durch die Großmolkerei Arla suchten viele Bio-Milcherzeuger nach Alternativen.

Die Gläserne Molkerei verarbeitet ausschließlich die qualitativ hochwertigen Rohstoffe von Mitgliedern der Anbauverbände wie Bioland, Demeter oder Naturland. Ihr Konzept komme den Öko-Milcherzeugern entgegen, die einen eigenständigen Bio-Milchpreis wollten anstatt eines Bio-Aufschlages auf den Milchpreis, erklärt Klaus Reuter, Berater bei Bioland. „Zudem legen die Landwirte großen Wert darauf, dass ihre Milch zu hochwertigen Produkten verarbeitet und in Deutschland vermarktet wird“, ergänzt er. (brs)
stats