Die anstehende EU-Agrarreform könnte nach Ansicht der ökologischen Anbauverbände eine agrarpolitische Wende einläuten.  Die Leistungen des Öko-Landbaus für Boden-, Gewässer, Klima-, Tierschutz sollten als gesellschaftliche Leistungen honoriert werden. Der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) betont, dass die Förderpolitik derzeit wenig effizient und unspezifisch sei, wenn umweltpolitische Ziele erreicht werden sollen. Dabei betrachtet der BÖLW vor allem die unterschiedliche Förderung in den einzelnen  Bundesländern. Es zeige sich deutlich, "dass nicht nur beim Bund sondern auch bei etlichen Bundesländern der politische Wille fehlt, die Chancen, die der wachsende Bio-Markt bietet, für die deutschen Landwirte nutzbar zu machen," so BÖLW-Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein.

Die derzeit knapp 60 Mrd. € EU-Agrarsubventionen pro Jahr müssten den Menschen in Europa dienen, argumentiert der Bioland-Bundesverband. „Notwendig ist eine Abkehr vom bisherigen ‚Gießkannenprinzip' pauschaler Agrarsubventionen und eine Neuverteilung nach dem Prinzip ‚Geld gegen gesellschaftlich geforderte Leistung', fordert Jan Plagge, Präsident von Bioland. (az)
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