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Das Gentechnik-Eckpunktepapier der Bundesregierung hält Peter Großmann-Neuhäusler, Vorsitzender des DLG-Arbeitskreises Bio-Produktion und Vermarktung, für absolut unbefriedigend. In einer kleinstrukturierten Landwirtschaft sei es sehr schwierig, Grenzwerte für Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) einzuhalten, sagte der Biolandwirt in dieser Woche bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises in Hessen. "Unsere Kunden akzeptieren keine Gentechnikspuren, selbst wenn sie unterhalb des Schwellenwertes liegen", pflichtete ihm Gerhard Sailer, Einkaufsleiter der Bio-Supermarktkette Basic AG bei. Er sprach sich eindeutig dafür aus, dass die Verursacher von gentechnischen Verunreinigungen zur Verantwortung gezogen werden. Für ihn birgt darüber hinaus die neue EU-Öko-Verordnung mit den Ausnahmeregelungen, insbesondere für Zusatz- und Hilfsstoffe, ein Gefahrenpotenzial. Es könne durch diese Ausnahmeregelungen zu Wettbewerbsverzerrungen und Verbrauchertäuschung kommen. (brs)
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