Die internationale Öko-Landbau-Bewegung versteht sich als Public-Private-Partnership (PPP). Das betont Markus Arbenz, Geschäftsführer der internationalen Öko-Organisation Ifoam/Organic International. Denn in der Öko-Landbau-Bewegung hätten sich Wirtschaftsunternehmer zusammengeschlossen, die über ihre ökologische Arbeitsweise Leistungen für die Allgemeinheit erbrächten, definiert Arbenz PPP. Üblicherweise spricht man von einem PPP, wenn die öffentliche Hand und Wirtschaftsunternehmen in einem Projekt zusammenarbeiten.

Die Ifoam ist Schirmherrin der Biofach, Weltleitmesse der Bio-Branche. „Die Regierungen wäre gut beraten, die positiven Seiten dieser Public-Private-Partnerships zu erkennen“, betont Arbenz mit Blick auf die angekündigte Totalrevision der EU-Öko-Verordnung. Er sieht die Gefahr, dass unternehmerische Initiativen von bürokratischen Standards erdrückt werden. Vielmehr sollten die positiven Wirkungen des Öko-Landbaus auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft Anerkennung finden.

Weniger Besucher aus Russland erwartet

Die Länder mit den meisten Bauern, die nach Öko-Standards arbeiten ,sind Indien mit 650.000 Erzeugern, Uganda mit fast 190.000 Erzeugern und Mexiko mit 170.000 Erzeugern. Die Hautpabsatzmärkte für Bio-Waren liegen in den USA und Europa. Die Biofach freut sich über eine große internationale Beteiligung mit 70 Prozent Ausstellern aus dem Ausland. Nach Deutschland mit 630 Ausstellern ist auch Italien stark vertreten mit 297  und Spanien mit 117 Ausstellern.

Die Beteiligung aus Russland leidet zumindest auf der Seite der Aussteller kaumt unter der Russland-Krise. Petra Wolf, Sprecherin der Messe Nürnberg, rechnet aber mit weniger Besuchern aus Russland.  (brs)
stats