Vor dem Hintergrund des Klimawandels suchen junge Öko-Landwirte händeringend nach praktischen Anweisungen für den Ackerbau. Während der Öko-Feldtage im hessischen Frankenhausen findet das Thema große Beachtung.

Frankenhausen: Impressionen zu den Öko-Feldtagen




An praktischen Lösungsansätzen, die Landwirte selbst beherzigen können, forscht Dr. Miriam Athmann, Universität Bonn. Im Forschungsprojekt „Mikodu“ untersucht diese derzeit die Kombinationswirkung von Pfahl- und Feinwurzeln im Vor- und Zwischenfruchtanbau auf die Durchwurzelung des Ober- und Unterbodens. „Ziel ist es, die Wasser- und Nährstoffvorräte im Boden besser auszunutzen“, sagte Athmann während der Veranstaltung „Wetterextreme besser überstehen“ des Dachverbands der Ökolandwirtschaft Bölw ist zu den Öko-Feldtagen in Frankenhausen. Die Nachfrucht folge beispielsweise den tief wurzelnden Pfahlwurzeln der Luzerne oder Wegwarte in Bodenschichten, die nun durch neue Zugangswege gut zu erreichen seien. „Luzerne und Wegwarte können so vor allem in Trockenjahren stabile Erträge gewährleisten“, ist Athmann überzeugt. „Auch der Rohrschwingel ist eine gute Vorfrucht, allerdings in etwas feuchteren Jahren“, klärte Athmann das Publikum auf. Durch entsprechende Fruchtfolgen könne darüber hinaus ertragslimitierenden Verdichtungen entgegengewirkt werden. Das untersucht Athmann vor allem im Zwischenfruchtanbau. „Wir testen entsprechend, ob die kürzere Vegetationsdauer ausreicht, um dieselben positiven Wirkungen auf die Bodenstruktur zu erreichen.“ Im Mischfruchtanbau aus Pfahlwurzlern wie Ölrettich oder Lupine mit Feinwurzlern wie Grünroggen wird das System getestet. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2021. Die Ergebnisse sollen künftig der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.

Lesen Sie mehr zu den Öko-Feldtagen in der aktuellen Ausgabe der agrarzeitung.

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