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Noch nie hätten sich so viele Landwirte ernsthaft mit der Umstellung ihrer Betriebe auf die ökologische Wirtschaftsweise beschäftigt wie heute. Dies sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Karl Meise, auf der Vortragstagung "Ökologischer Landbau - Perspektiven für Bauern in Nordrhein-Westfalen" in der vergangenen Woche im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Ostinghausen. Die Ökoberater der Kammer seien für Wochen ausgebucht. Nach Angaben von Meise wurden 1999 in Nordrhein-Westfalen 22.000 ha ökologisch bewirtschaftet. Im vergangenen Jahr kamen 3.000 ha hinzu, so dass zurzeit etwa 800 Betriebe auf 25.000 ha ökologisch wirtschaften. Der Präsident betonte, dass es nicht darum gehen dürfe, Ökolandbau einseitig hervorzuheben und konventionelle Landwirtschaft zu verdammen. Aber es gehe darum, für alle Lebensmittel gerechte Preise zu erzielen und die Marktchancen, die der Ökolandbau bietet, gerade auch in Nordrhein-Westfalen zu nutzen. (ED)
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