Nach Informationen des Agrarministeriums in Mecklenburg-Vorpommern finden sich weiterhin Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Ökofutter. Alle Funde sind auf eine Partie mit 1.966 t Futtermitteln zurückzuführen, die von einem niederländischen Händler in den Hafen Brake in Niedersachsen geliefert worden ist. Ursprung ist kontaminiertes Sonnenblumenschrot  aus der Ukraine.

Seit Oktober gibt es immer wieder Sperrungen wegen Verdachtsfällen oder tatsächlich nachgewiesenen Rückständen. Betroffen sind Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Es soll auch Ware in die USA und nach Polen gegangen sein.

Aktuell wurde für 22 Betriebe die Sperrung für die Öko-Vermarktung bestätigt, berichtet das Agrarministerium in Schwerin. Es handelt sich dabei um verschiedene Haltungsformen und Haltungsgrößen. Rückstände sind jedoch ausschließlich im Futter, nicht jedoch in den Produkten wie Eiern gefunden worden, versichert das Ministerium.

Da die Funde mehrere Bundesländer betreffen, macht sich das Ministerium in Mecklenburg-Vorpommern dafür stark, dass es ein einheitliches und transparentes Vorgehen gibt. Das Futtermittel- sowie das Öko-Recht dürfe nicht unterschiedlich ausgelegt werden. Das Thema wird auch in der kommenden Woche auf der Amtschefkonferenz im Vorfeld der Grünen Woche auf der Tagesordnung stehen. (az)
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