Zulassung und Überwachung der privaten Kontrollstellen für den ökologischen Landbau werden bundeseinheitlich geregelt. Damit soll Betrug schwerer werden. Der Bundesrat hat am Freitag der Verordnung über die Zulassung von Kontrollstellen nach dem Öko-Landbaugesetz zugestimmt. Sie enthält nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) detaillierte Mindestanforderungen an die Kompetenz der privaten Kontrollstellen, die in allen Bundesländern gleich sind. Ebenfalls vereinheitlicht werden soll die Risikoeinstufung von Unternehmen mit entsprechenden Bestimmungen für die Probenahme. Geplant sind außerdem Warenflusskontrollen, um frühzeitig Betrug aufzudecken. Hier hatte ein Betrugsfall mit vermeintlichen Ökowaren aus Italien, der Ende 2011 aufgedeckt worden war, den Ruf nach wirksameren Kontrollen verstärkt.

In Deutschland werden die Kontrollen der Unternehmen im ökologischen Landbau nach den Bestimmungen des Öko-Landbaugesetzes von privaten Kontrollstellen durchgeführt, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zugelassen werden. Für die Überwachung der Kontrollstellen sind die Länder verantwortlich. (az)
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