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Die Integrierte landwirtschaftliche Produktion wird mit fortschreitender technischer Entwicklung bald der guten fachlichen Praxis entsprechen. Dies sagte der stellvertretende Generaldirektor bei der EU-Kommission, Joachim Heine, auf der Agra Europe-Konferenz Eurorganics 2001 am Donnerstag in München. Dem Ökolandbau becheinigte er eine Vorbildrolle, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Eigene Standards für die Integrierte landwirtschaftliche Produktion dürften laut Heine von der EU-Kommission nicht vorgeschlagen werden. Ein eigenes EU-Programm für Integrierten Anbau lehnte er deshalb ab. Der EU-Politiker sprach sich für die Entwicklung neuer regionaler Umweltprogramme aus. Der ökologischen Landbau habe dabei eine besondere Rolle, ohne dass diese Produktionsmethode das Landwirtschaftsmodell schlechthin werde. Den Bemühungen einzelner Mitgliedstaaten, eigene Standards und Logos für ökologische Produktion zu entwickeln, stand Heine grundsätzlich positiv gegenüber. Er warnte jedoch davor, Handelshemmnisse nationaler oder regionaler Art mittels eigener Standards aufzubauen. Auch die finanziellen Unterstützungen einzelner Staaten für die ökologische Erzeugung müssten der Prüfung durch die EU standhalten. Es solle zudem grundsätzlich geprüft werden, ob neue Zeichen überhaupt einen zusätzlichen Vermarktungseffekt hätten, wenn bereits viele Ökozeichen im Markt vorhanden seien. (ts)
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