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Möglicherweise müssten zukünftig "gentechnikfreie Zonen" eingerichtet weden, damit ökologisch wirtschaftende Landwirte weiterhin 100 Prozent GVO-freie Produkte anbieten können. Dieses Szenario entwarf EU-Agrarkommissar Franz Fischler in dieser Woche auf dem informellen Landwirtschaftsministerrat im belgischen Alden Biesen. Eingeladene Wissenschaftler hatten zuvor auf dem Treffen erklärt, dass eine Streuung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bei einem großflächigen Einsatz dieser Technologie nicht zu verhindern sei. Damit Bio-Betriebe weiterhin selbst geringe GVO-Spuren in ihren Produkten vermeiden können, müssten sie räumlich von der konventionellen Landwirtschaft mit GVO-Einsatz abgetrennt werden. Besonders Mittelgebirgsregionen eigneten sich für solche Bio-Landwirtschaftsreservate, meinte Fischler. Dort falle es den Betrieben zudem leicht, den Tourismus als zweites Standbein aufzubauen. (Mö)
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