Sachsen

Ökolandbau verzehnfacht

Seit 1990 ist die Ökofläche in Sachsen kontinuierlich gewachsen, so die Zahlen des Ministeriums. In den vergangenen fünf Jahren nahm die beantragte Ökofläche um etwa 3.000 ha zu. Der durchschnittliche jährliche Zuwachs betrug 2 Prozent. Mit dem Förderflächenanstieg 2016 hat sich dieser Wert nun verzehnfacht.

„Um auch in den kommenden Jahren den Ökolandbau weiter zu unterstützen, werden wir ab 2017 für die ersten beiden Umstellungsjahre, die für die Betriebe meist wirtschaftlich schwierig sind, die Prämie erhöhen“ sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt.

Prämien
Ab dem Jahr 2017 betragen die Prämien für die zweijährige Umstellung für Acker- und Grünland 330, für Gemüseflächen 935 und für Dauerkulturen, darunter Obst und Wein, 1.410 €/ha. Ab dem folgenden dritten Jahr werden die bisher angewandten Beibehaltungsprämien von 230 €/ha für Acker- und Grünlandflächen, 413 für Gemüse sowie 890 für Dauerkulturen gezahlt.
Diese Erhöhung und die Aufstockung der nötigen Finanzmittel für die Förderung des ökologischen Landbaus im Rahmen des Entwicklungsprogrammes für den Ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR) hat die Europäische Kommission jetzt genehmigt. Damit stehen für die laufende Förderperiode bis 2020 für die Unterstützung des Ökolandbaus 4 Mio. € mehr, also insgesamt über 50 Mio. €, zur Verfügung.

Seit mehreren Jahren wächst der Umsatz in der Biolebensmittelbranche in Deutschland stabil um jährlich 5 bis 10 Prozent. Die Zunahme an Ökofläche lag jedoch deutlich darunter. Diese wachsende Schere zwischen Bio-Nachfrage und -Angebot aus Deutschland wird zunehmend durch Importe gedeckt. Vor diesem Hintergrund ist auch in Zukunft mit einem relativ stabilen Preisniveau im Ökosektor zu rechnen. Dies führt nun auch bei immer mehr sächsischen Betrieben zur Entscheidung für den Ökolandbau. (mrs)
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