Winterweizen, Mais Raps und Wintergerste nehmen mittlerweile rund 70 Prozent der deutschen Ackerfläche ein. Dafür werden pflanzenbauliche Empfehlungen schon mal über Bord geworfen.

Die zunehmende Konzentration auf wenige lukrative Ackerkulturen zieht häufig ungünstige Fruchtfolgen nach sich. Vor allem Landwirte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen orientieren sich streng am Markt, zeigt eine Untersuchung der Kleffmann Group. So gaben in einer Befragung 37 Prozent der Weizenerzeuger an, durchaus Weizen nach Weizen anzubauen. Rund 19 Prozent der Weizenfläche stehe in einer Stoppelweizenfruchtfolge.

Dabei hat Kleffmann starke regionale Unterschiede ermittelt: In Süddeutschland und Sachsen wählen Erzeuger nur für 5 bis 10 Prozent der Weizenfläche die krankheitsträchtige Fruchtfolge, von der unter anderem die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen abrät. Hingegen wählen in Niedersachsen und Schlewswig-Holsten die Landwirte für bis zu 40 Prozent der Weizenfläche die enge Fruchtfolge. (brs)
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