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38 Prozent der Verbraucher sind nicht bereit, mehr Geld für ökologisch erzeugte Produkte auszugeben. 39 Prozent befürworten zwar die ökologische Produktion, aber nur 12 Prozent kaufen diese Produkte auch regelmäßíg. Das sind die Kernpunkte eines Gutachtens der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg, über Strategien zur Rindfleischvermarktung. Das Gutachten wurde im Auftrag des sachsen-anhaltinischen Landwirtschaftsministeriums angefertigt.

Gütezeichen, sagt das Gutachten, stünden bei der Mehrheit der Befragten nicht im Vordergrund, man lege aber Wert nach personifizierbarer Herkunft, gläserner Produktion und kontrollierten Angaben. Deutsche Herkunft sei dem Verbraucher wichtiger als regionale Herkunft. Agrarminister Konrad Keller sagte zu dem Gutachten, der Markt für Bioprodukte sei zwar erweiterungsfähig, er halte aber nichts von Zielvorgaben für den Ökolandbau, die an den Wünschen der Verbraucher vorbeigehen. Im Herbst sollen dem Minister zufolge Gespräche zwischen den Marktpartnern (Futtermittelhersteller, Landwirte, Händler, usw.) über den Aufbau eines Premiumprogrammes stattfinden. (Bm)
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