Öl- und Eiweißpflanzenerzeuger fordern bessere Rahmenbedingungen

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Das Blair-House-Abkommen für Ölsaaten hat sowohl im Food-, als auch im Non-Food-Bereich seine Berechtigung verloren und ist ab 2002 zu beenden. Dies forderte der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (Ufop), Dr. Klaus Kliem, auf dem Kongress der Französischen Öl- und Proteinpflanzenerzeuger (FOP) am Dienstag in Tours/Frankreich. Besonders die von der US-Regierung gewährten Sonderbeihilfen bedürfen der Überpfüfung auf Vereinbarkeit mit den WTO-Bedingungen.
Zudem solle die in Europa erfolgreich laufende Produktion und Markteinführugn von Biodiesel langfristig abgesichert werden. Hierzu schlägt Kliem ein Produktionskontingent von 5 Mio. t Biodiesel auf europäischer Ebene vor. Für Pflanzenölmethylester innerhalb dieser Grenze müsse eine dauerhafte Befreiung von der Mineralölsteuer beschlossen werden.
Zum Thema Gentechnik meinte Kliem, die europäische Ölsaatenerzeugung konkurriere schon jetzt mit einem Angebot am Weltmarkt, das überwiegend mit gentechnischen Methoden hergestellt sei. Diese Partien können wegen eines geringeren Pflanzenschutzmittelaufwandes billiger produziert werden. Gefragt seien gesetzliche Regelungen auf EU- und nationaler Ebene, die die Verbraucherinteressen wahren und gleichzeitig einen wissenschaftlich fundierten Zugang der Landwirtschaft zur Gentechnik sichern. Von der EU-Kommission forderte er eine EU-weit abgestimmte Informationskampagne nach US-Vorbild. (ED)
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