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Der kürzlich vom Kabinett verabschiedete Entwurf zum Biokraftstoffgesetz bestraft jene ölsaatenverarbeitenden Unternehmen, die sich bereits heute für nachhaltig produzierte Sojabohnen einsetzen. So lautet die Kritik des Verbands der Ölsaaten verarbeitenden Industrie (OVID) am Gesetzentwurf. Die Bundesregierung will damit die Zusammensetzung von Biokraftstoffen stärker regulieren: Palm- oder Sojaöle sollen künftig nicht mehr als Basis für Kraftstoffe dienen bis eine Regelung in Kraft tritt, die eine nachhaltige Produktion der Rohstoffe sicherstellt. Wann aber eine solche Nachhaltigkeitsverordnung verbindlich werde, sei nicht absehbar, kritisiert OVID-Geschäftsführerin Petra Sprick.

Bereits heute stammten aber die in Deutschland verarbeiteten Sojabohnen aus nachhaltiger Produktion, berichtet Sprick. Deutsche Ölmühlen würden in Ergänzung zu heimischen Rapssaaten ausschließlich Sojabohnen aus den USA oder Brasilien verarbeiten. Dort sei die nachhaltige Erzeugung durch ein Moratorium sowie die Umweltgesetzgebung gewährleistet. Für eine nachhaltige Palmölerzeugung sei bereits 2003 von der Wirtschaft ein Runder Tisch (RSPO) eingerichtet worden. Die ersten Nachhaltigkeitszertifikate seien im Herbst 2008 gehandelt worden. (ED)

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