Ölmühlen weitgehend zertifziert


Ein Großteil der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland erbringt die Nachweise über die Nachhaltigkeit. Im Rohstoffbezug entsteht jedoch ein Engpass. Die Zertifizierungen sind für die Nachhaltigkeitsverordnungen für Biostrom und Biokraftstoffe erforderlich. Nach Angaben des Ölmühlenverbandes Ovid ist ein Großteil der industriellen Ölmühlen bereits zertifiziert. „Dieses Tempo ist notwendig, um im Herbst die Biokraftstoffhersteller und die Mineralölindustrie beliefern und damit den Stichtag 1. Januar 2011 halten zu können", betont Ovid-Geschäftsführerin Petra Sprick. Sie beobachtet jedoch einen Engpass, weil die Vermarktung von nachhaltig deklarierter Rohware nur schleppend anläuft. Sprick erinnert daran, dass die Agrarhandelsunternehmen spätestens zum Herbst die Zertifizierung abgeschlossen haben müssen.

Mittlerweile zertifiziert sind insbesondere die Verarbeitung von Raps in den Ölmühlen und die Raffination von Palmöl. Außerdem haben viele Biokraftstoffhersteller das Zertifikat erhalten. Eine Zusammenstellung bisher erteilter Zertifikate gibt es bei den Organisatoren der Zertifizierungssysteme ISCC und Redcert. (db)
 
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