Sojaschrot aus Südamerika steht zunehmend in der Kritik. Der Ölmühlenverband Ovid hält mit Fakten dagegen. In einem heute veröffentlichten Positionspapier hat der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) zahlreiche Informationen zur Eiweißversorgung in der EU und in Deutschland zusammengetragen. Demnach ist der Sojaanbau in Süd- und Nordamerika weitaus flächeneffizienter als der Leguminosenanbau in Europa. Gründe für die geringe Bedeutung des Leguminosenanbaus in Deutschland sind laut Ovid die hohe Krankheitsanfälligkeit und ein mäßiger Proteinertrag. Berechnungen zufolge sei es effizienter, in Europa Weizen zu erzeugen.

„Wenn wir in Europa mehr Körnerleguminosen anbauen, um die Selbstversorgung mit Eiweiß zu erhöhen, fällt die Fläche für den Weizenanbau weg", sagt der Ovid-Vorsitzende Wilhelm F. Thywissen im Interview mit der agrarzeitung (az). Er gibt zu bedenken, dass diese Produktionslücke in den europäischen Hochertragsregionen nirgendwo auf der Welt mit der gleichen Flächeneffizienz kompensiert werden könne. Das Interview und eine Bericht zum Positionspapier lesen Sie im Report „Agrarmärkte 2012/13" der aktuellen agrarzeitung. (az)

stats