Ölpreis zieht Getreidekurse nach oben

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Die Preise für Getreide an den internationalen Märkten und beispielsweise in der Ukraine ziehen leicht an. Hauptursache ist die Ölpreisentwicklung und der Dollar-Wechselkurs. Aus manchen Regionen wird von Trockenheit berichtet, so aus Argentinien, Australien und dem Westen der USA. Kasachstan hebt am 1. September die Exportrestriktionen auf. In der Zentralukraine werden für Qualitätsweizen mit über 12 Prozent Protein 147.50 €/t bis 155 €/t (1130 bis 1200 UAH/t) frei Erfassungsstufe bezahlt. Die Preise angeliefert in den Häfen des Schwarzen Meeres liegen zwischen 175 Euro/t und 185 Euro/t je nach Qualität. Der Futterweizen ist im Inland der Ukraine angeliefert am Silo ist im Vergleich zur Vorwoche auf 100 Euro/t bis 105 Euro/t gefallen. Gerstenpreise können sich im Vergleich zu Futterweizen behaupten.

Die Schätzung der Getreideernte in der Ukraine wird vom dortigen Ministerium für Agrarpolitik in Kiew auf 48,7 Mio. t von vormals 43 Mio. t angehoben. Davon entfallen 25 Mio. t auf den Weizen. Mindestens 10 Mio. t werden eine ausreichende Qualität für Brotweizen haben. Die einheimische Nachfrage nach Brotweizen wird auf etwa 5 Mio. t geschätzt. Vom 1. Juli bis zum 25. August wurden insgesamt 3,2 Mio. t Getreide in Drittländer exportiert. Die ukrainische Regierung hat Interventionskäufe begonnen. Ende August wird eine FAO-Delegation in Kiew erwartet, um über Getreidekäufe zu verhandeln. Der Export ist in vollem Schwung an der Kapazitätsgrenze. Der ukrainische Getreideverband erwartet von Juli 2008 bis Juni 2009 ein Exportpotential von 17,5 Mio. t Getreide. Davon 7 bis 8 Mio. t Weizen, 5 bis 6 Mio. t Gerste und 3 bis 4 Mio. t Mais. (Ps)

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