Ölsaaten

EU-Sojafläche auf 10-Jahreshoch


Die Anbaufläche für Sojabohnen ist in der EU ist um 4 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Das berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) und beruft sich auf Zahlen der EU-Kommission.

Die EU-Sojaanbaufläche hat sich nach Angaben der EU-Kommission in den vergangenen zehn Jahren auf mittlerweile fast 1 Mio. ha verdreifacht. In Italien werden demnach mit Abstand die meisten Sojabohnen kultiviert. Das dortige Areal mache knapp ein Drittel der gesamten EU-Fläche aus. Zweitgrößter Sojaerzeuger ist mit 173.000 ha Rumänien. Für Deutschland ist ein Anstieg des Anbauumfangs um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 30.000 ha zu verzeichnen. 2015 betrug die Anbaufläche laut Ufop noch 12.000 ha. Den zweitgrößten Zuwachs von 10,3 Prozent verzeichnet Kroatien. Dort wird Soja 2019 auf 85.000 ha angebaut. Rückläufig sei die Sojafläche unter den größten Anbauern nur in Ungarn gewesen. Dort ging sie um 6.000 ha zurück.

Erfreulich ist aus Sicht der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen der für Deutschland verzeichnete Anstieg auf 30.000 ha. Die Ufop fordert deshalb einen sachgerechten Ausbau der Förderpolitik für heimische Proteinpflanzen mit dem Ziel, nicht nur Soja, sondern Körnerleguminosen insgesamt als gentechnikfreie Proteinquelle weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sollten Körnerleguminosen als essenzielles Element bei der Ausgestaltung regionalspezifischer Fruchtfolgesysteme, im Rahmen der im Herbst 2019 erwarteten Ackerbaustrategie der Bundesregierung, berücksichtigt werden.

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