Die österreichische Getreideernte wird in diesem Jahr geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Mit rund 2,9 Mio. t ohne Mais rechnet die Agrarmarkt Austria (AMA), Wien. Das sind 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Inklusive Mais wird eine Menge von etwa 4,6 Mio. t erwartet. Das sind etwa 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im langjährigen Vergleich liegt die Erntemenge im Schnitt. Bei den Mengen und Qualitäten zeigt sich ein differenziertes Bild, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum (AIZ). Bei Gerste sind geringere Erträge mit schwachen Hektolitergewichten vor allem bei der Sommergerste zu verzeichnen. Braugerste ist durch eine schwache Siebung gekennzeichnet. Mengenmäßig liegt der Weizen unter den Erwartungen, die erreichten Qualitäten sind dagegen bisher zufriedenstellend.

An Weichweizen wurden durchschnittlich 52 dt/ha geerntet. Laut AMA erreichen 25 bis 30 Prozent Premiumqualität mit einem Proteingehalt über 15 Prozent, 30 bis 40 Prozent Qualitätsweizen mit mindestens 14 Prozent Protein und etwa 30 Prozent Mahl- und Futterqualität. Weizenpartien aus den Frühdruschgebieten weisen ein Hektolitergewicht von durchschnittlich 80 kg sowie Fallzahlen von über 300 Sek. auf. Roggen  bringt im Schnitt 38 dt/ha. Die bereits geernteten Qualitäten sind laut AMA zufriedenstellend.

Die Erträge von Wintergerste variieren zwischen 45 und 60 dt/ha. Die Qualitäten sind jedoch zum Teil enttäuschend. Die Hektolitergewichte bewegen sich nur zwischen 57 und 62 kg. Sommergerste hatte  am meisten unter den Wetterunbillen zu leiden. Die Erträge enttäuschen mit nur 30 dt/ha. Der Braugerstenanteil dürfte sich zwischen 30 und 40 Prozent bewegen. (az)
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