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In diesem Jahr stellt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (Ages), Wien, einen drastischen Anstieg bei Maisschädlingen fest. "Wir haben um 300 Prozent mehr Maiswurzelbohrer gefangen als 2005", sagt Ages-Experte Peter Cate. Bisher sind allerdings noch keine Fraßschäden durch die Larven in den Maisbeständen beobachtet worden, da zum einen die Witterung für das Maiswachstum sehr günstig war. Zum anderen auch die Bekämpfungsmaßnahmen zum Saatzeitpunkt beziehungsweise eine entsprechende Fruchtfolge greifen. Der starke Anstieg der Populationsdichte kann trotzdem zu Schäden führen, weil die Käfer an Fahnen, Narbenfäden und Körnern fressen, was starke Ertragseinbußen zur Folge haben kann. Auch 2006 wird ein umfangreiches Monitoring mit Pheromonfallen an 500 Standorten vom Österreichischen Pflanzenschutzdienst durchgeführt.

Neben dem Maiswurzelbohrer wird ein "alter" Schädling stärkere Schäden im Maisbau verursachen: der Maiszünsler. "Auch beim Maiszünsler haben wir so viele Falter gefangen wie noch nie zuvor", so Cate. Im Herbst werden viele Bestände einen hohen Anteil abgeknickter Stängel aufweisen. Vor allem die Minimalbodenbehandlung schaffe exzellente Bedingungen für eine flächendeckende Vermehrung des Maiszünslers. (AIZ)

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