1

Die beiden größten österreichischen Molkereien, NÖM und Berglandmilch, beklagen einen zu hohen Milchpreis. Das Umfeld habe sich im Vergleich zu 2007 deutlich verändert und mache es nahezu unmöglich, den aktuellen Erzeugermilchpreis zu erwirtschaften, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Es gebe zu viel Milch am Markt, die Konsumenten reagierten auf die Teuerungsdiskussion mit Kaufzurückhaltung und auf der Kostenseite belasteten gestiegene Energiepreise. Von Januar bis Juli wurde ein Preis von 40,43 Cent pro kg (Basis 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) in Österreich ausbezahlt. Derzeit liegt der Bauernmilchpreis nach Statistiken der VÖM im Schnitt bei 37 Cent pro kg und damit um 5 Cent über dem europäischen Durchschnittspreis. Die Molkereien erwarten einen weiteren Rückgang der Milchpreise in Europa. So geht die NÖM davon aus, dass der Milchpreis im Oktober bei den bedeutenden Anbietern in Europa bei etwa 32 Cent liegt und voraussichtlich in Richtung 30 oder 31 Cent gehen wird. (ED)
stats