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Das Geschäftsjahr 2006 war für die Raiffeisen Holding NÖ-Wien sehr erfolgreich. Das Konzernergebnis vor Steuern konnte um 70 Prozent auf 503 Mio. € gesteigert, die Eigenkapitalausstattung um 28 Prozent auf 2,4 Mrd. € und der Unternehmenswert der Beteiligungen um 29 Prozent auf rund 4 Mrd. € angehoben werden. Der Umsatz der gesamten Gruppe erhöhte sich von 15,3 auf 17 Mrd. €, berichtet das Agrarische Informationszentrum von der Bilanzpressekonferenz. Das Geschäftsfeld "Erneuerbare Energie" wird die Holding im Geschäftsjahr 2007 nach Angaben des Generaldirektors Erwin Hameseder stark forcieren. Dafür sind insgesamt 100 Mio. € an Eigenkapital reserviert. Die zu diesem Zweck gegründete Renergie- Raiffeisen Managementgesellschaft baut als erstes Projekt eine Biogasanlage in Orth an der Donau, mit einer Investitionssumme von 3,7 Mio. €. Noch in diesem Jahr sollen dort Strom und Wärme für regionale Netze produziert werden. Der Rohstoff von 400 ha Ackerfläche stammt aus der Region. Renergie wird laut Hameseder den Fokus auch in Zukunft auf Biogas-Projekte legen.

Darüber hinaus will die Holding weiter im Ausland expandieren. Investitionen in Höhe von 60 Mio. € sind nach Angaben von Hameseder in diesem Jahr in Großbritannien geplant. Gleichzeitig werde der ukrainische Markt sondiert, dort dürfte ein Engagement aber erst 2008 konkret werden. 2006 haben die Beteiligungsunternehmen der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien insgesamt rund 1,4 Mrd. € investiert. (ED)

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