Österreich

Agrana mit deutlichem Ergebnisrückgang


Besonders der niedrige Zuckerpreis führte zu dem schlechten Ergebnis von Agrana.
Bild: Agrana
Besonders der niedrige Zuckerpreis führte zu dem schlechten Ergebnis von Agrana.

Der Südzucker-Konzern stellt am Donnerstag seine Geschäftsjahresbilanz 2018/19 vor. Die österreichische Tochtergesellschaft Agrana eröffnet den Bilanzreigen.

Das Zuckerunternehmen Agrana Beteiligungs-AG erzielte im Geschäftsjahr 2018/19 (März/Februar) einen leicht rückläufigen Konzernumsatz von 2,4 Mrd. €.  Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) rutschte um 65 Prozent auf 66,6 Mio. € gegenüber Vorjahr. Nach einem Steueraufwand von 20,9 Mio. € betrug das Konzernergebnis 30,4 (Vorjahr: 142,6) Mio. €. „Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, das durch Verluste im Zuckergeschäft und auf niedrigem Niveau volatiler Ethanolpreise negativ geprägt war, können wir zweifellos nicht zufrieden sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Johann Marihart.

Der CEO kündigte die Inbetriebnahme der erweiterten Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf für Ende 2019 an. Damit will das Unternehmen sich weiter diversivizieren, um vom Zucker unabhängiger zu werden. Das Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr 2018/19 bei minus 15,4 Mio. €. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2019 erhöhten sich um knapp 90 auf 322 Mio. €. Der Vorstand wird für das Geschäftsjahr 2018/19 der Hauptversammlung eine Dividende von 1,006 (1,1256) €/Aktie vorschlagen.

Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender von Agrana.
Bild: Agrana
Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender von Agrana.

Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Verkaufspreise für Zucker, aber auch Belastungen infolge der trockenheitsbedingt geringeren und qualitativ schlechteren Ernte in Österreich von Zuckerrüben führten zu dieser negativen Entwicklung, führte Marihart aus. Der Umsatz im Berichtsjahr 2018/19 im Segment Zucker betrug 501,2 Mio. € und verringerte sich im Vorjahresvergleich aufgrund des tiefen Zuckerverkaufspreisniveaus um 23 Prozent. Das Ebit fiel mit fast 62 Mio. t negativ aus. Beim Absatz lagen die Verkäufe an die Retail- und Industriekunden in den Heimatmärkten im Plus. Die Exportvolumina und die Absätze an die Nicht-Lebensmittelindustrie gingen zurück.

Ebit soll 2019/20 wieder steigen

Im laufenden Geschäftsjahr will Agrana einen "Anstieg beim Ebit" schaffen, wenn auch die Zuckermärkte angespannt bleiben. Der Konzernumsatz sollte 2019/20 (März/Februar) moderat steigen.

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