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Eine Verlängerung der Übergangsfrist für Arbeitnehmer aus den neuen osteuropäischen EU-Ländern lehnt Rudolf Schwarzböck, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, ab. Aus Sicht der Landwirtschaft sei dies nicht zielführend, weil durch diese restriktive Vorgangsweise eine gesamte Branche wirtschaftlich gefährdet werde, erklärte Schwarzböck zur Ankündigung von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein, die Arbeitsmarktöffnung für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten Osteuropas erst 2009 zu realisieren. Sollte die Frist doch verlängert werden, müssten die bestehenden Regeln für die Landwirtschaft dringend verbessert werden.

"Österreichs Landwirtschaft und im Speziellen Betriebe mit Sonderkulturen sind heute auf den Einsatz von ausländischen Arbeitskräften angewiesen, da sich für solche landwirtschaftlichen Arbeiten vielfach keine inländischen Arbeitskräfte mehr finden. Viele Weinbau-, Obst-, Gemüse- und Gartenbaubetriebe können mangels geeigneter Fachkräfte ihre Exportchancen nicht nutzen", so Schwarzböck. Auf Grund der bestehenden Regelung müssten landwirtschaftliche Unternehmen alle sechs Monate ihre ausländischen Fachkräfte wechseln. Dies sei für jeden Unternehmer eine massive Beeinträchtigung und verhindere zudem aus volkswirtschaftlicher Sicht jeden Beschäftigungsimpuls, gab Schwarzböck zu bedenken. (AIZ)

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