Österreich fährt mehr Weizen ein


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Die Weizenernte in Österreich fällt 2007 im Vorjahresvergleich größer aus, jene in Ungarn kleiner. Bei starker Streuung der Werte sind die Qualitäten in beiden Ländern als gut zu bezeichnen. In Österreich sind in diesem Jahr insgesamt etwa 1,32 Mio. t Weizen eingebracht worden, nach etwa 1,16 Mio. t 2006. Der mittlere Hektarertrag liegt nach Angaben von Christian Kummer, Versuchsanstalt für Getreideverarbeitung, Wien, bei 48 dt/ha. Im Vorjahr sind in Österreich bei Weizen 47 dt/ha geerntet worden, berichtete Kummer auf dem Erntegespräch 2007 in der vergangenen Woche in Detmold. Der diesjährige Weizen weist seinen Angaben zufolge einen Proteingehalt von durchschnittlich 14,2 Prozent auf. Er liege damit um 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bemerkenswert sei die Streuung der bislang ermittelten Proteinwerte, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute. Sie reiche von 9,5 bis 17,0 Prozent. Der Sedimentationswert sei 2007 im Durchschnitt mit 62 ml gut und mit dem von 2006 vergleichbar.

"Bezüglich der Verarbeitungseigenschaften ist 2007 ein deutliches Ost-West-Gefälle in Österreich festzustellen", erläuterte Kummer auf dem Erntegespräch. Die besten Qualitäten gebe es im pannonischen Gebiet (östliches Niederösterreich, Burgenland), während im Voralpengebiet (westliches Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark) das Niveau "merklich niedriger" liege. Kummer geht davon aus, dass für die Mühlen in Österreich sowie für den Export aus der Ernte 2007 "entsprechende Weizenmengen zur Verfügung stehen". Für die Mühlen seien das etwa 550.000 bis 600.000 t sowie für den Export etwa 400.000 t. (Sz)

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