Die in der ARGE Biokraft zusammengeschlossenen sechs österreichischen Biodieselproduzenten haben Bilanz gezogen und können 2014 auf eine Produktion von 269.000 Tonnen Biodiesel verweisen. Im Vergleich zu 2013 handelt es sich um eine Steigerung von 35.000 Tonnen oder 15 Prozent, teilte die ARGE Biokraft mit. Die im Inland abgesetzte Menge betrug 172.000 Tonnen, weitere 97.000 Tonnen (36 Prozent) konnten exportiert werden.

ARGE Biokraft
Die Arbeitsgemeinschaft Flüssige Biokraftstoffe (ARGE Biokraft) vertritt seit 2006 österreichische Biodiesel- und Bioethanolproduzenten sowie Mineralölunternehmen, die Biokraftstoffe beimischen, und koordiniert deren Interessen gegenüber der öffentlichen Hand, nationalen und internationalen Organisationen und der Öffentlichkeit.

Rohstoffe mit Nachhaltigkeitszertifikat

Die Rohstoffe für die Biodieselproduktion stammten in Österreich zu mehr als 99 Prozent aus EU-Mitgliedstaaten und können entsprechende Nachhaltigkeitszertifikate nachweisen. Kontrolliert wird die Produktion vom Umweltbundesamt sowie von Auditoren jener freiwilligen Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme, die von der EU-Kommission anerkannt worden sind.

Anteil recycelter Rohstoffe steigt

Beim Biodiesel setzte sich die heimische Produktion 2014 zu 73 Prozent aus pflanzlichen Frischölen, zu 17 Prozent aus Altspeiseöl und zu 9 Prozent aus Tierfetten zusammen. Das bedeutet, dass ein Viertel des in Österreich produzierten Biodiesels aus Abfällen gewonnen wird. Das restliche Prozent wurde aus sonstigen Rohstoffen wie Rohester gewonnen. Auf den Einsatz von Palmöl werde verzichtet, betont die ARGE. Beim Recyceln von Abfällen nehme Österreich eine wichtige Vorreiterrolle in der EU ein. (az)
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