Österreich wird in diesem Jahr mehr Getreide als im Vorjahr ernten können. Die Witterung verzögert einen reibungslosen Ablauf. In diesem Jahr werden sich deutliche Unterschiede in Menge und Qualität in Österreich abzeichnen. Dennoch werden die Landwirte im Alpenstaat eine Getreideernte von rund 3,16 Mio. t und damit eine um 11 Prozent höhere Menge als im Vorjahr einfahren können. Einschließlich Mais ergibt sich voraussichtlich eine Gesamternte von rund 5,3 Mio. t, was einem Plus von 13 Prozent entspricht, sagte Günter Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der Agrarmarkt Austria (AMA), während der Erntepressekonferenz in Wien.

Auf Grund des Witterungsverlaufs erwartet Griesmayr deutliche Unterschiede in Menge und Qualität der einzelnen Kulturen. Seit Mitte Juli wurde der Ernteverlauf immer wieder durch Regen gestoppt. Bis zum Wochenende sind in Österreich rund 85 Prozent der Ernte eingefahren worden. Bei den noch auf dem Feld stehenden Weizenbeständen kann es bei anhaltend schlechter Witterung zu schwächeren Fallzahlen kommen, informierte Griesmayr. Daraus dürfte auch eine stärkere Differenzierung bei den Preisen resultieren. Für österreichischen Qualitätsweizen besteht nach Einschätzung des AMA-Experten ein guter Absatzmarkt, vor allem in Richtung Italien. (az)
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