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Die Aufgabe vieler kleiner und mittlerer Tierhaltungsbetriebe in Österreich befürchtet der Präsident der Landwirtschaftskammer der Steiermark, Gerhard Wlodowski. Sollte das österreichische Tierschutzgesetz, dessen Entwurf jetzt vorgestellt wurde, in weiten Teilen von den EU Vorgaben abweichen und höhere Standards eingeführt werden, würden kleine Betrieb dem europäischen Druck nicht standhalten können, wird Wlodowski in einer Mitteilung des Informationsdienstes AIZ zitiert. So würde ein sofortiges Verbot der Käfighaltung von Legehennen zu einem rasch steigenden Import von Käfigeiern aus dem Ausland führen. In der Schweiz habe dieses Vorgehen zu einem Import von 70 Prozent des Eierbedarfs geführt. Ein vorgesehenes Verbot der Anbindehaltung von Rindern zwänge große Teile der Rinderbauern in der Steiermark zum Aufgeben. Auf allen Gebieten solle man sich auch in Österreich an den EU Standards orientieren. Anderenfalls würde nur die Agro-Industrie außerhalb Österreichs gestärkt werden, meinte der Kammerpräsident. (ED)
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