Die Hitzewelle schlägt sich in einigen Regionen Österreichs in einem neuen Rekord der Tage mit Temperaturen über 35 Grad Celsius, den sogenannten „Wüstentagen“, nieder. „Ein Ende der Hitzewelle steht noch nicht bevor und lässt somit weitere Rekorde erwarten. Bis Ende der Woche erhöht sich in Wien die Zahl der Wüstentage auf 15, das sind mehr als in den vergangenen 10 Jahren zusammen“, erklärt Dr. Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, der auch für die Zukunft mit mehr Schäden in der Landwirtschaft rechnet.

Schäden im dreistelligen Millionenbereich

„Der Schaden, den die Landwirtschaft aufgrund extremer Wettersituationen mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel heuer erleidet, wird enorm. Wir rechnen aus heutiger Sicht mit mittlerweile deutlich mehr als 100 Millionen Euro Dürreschäden in der Landwirtschaft,“ sagte Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. „Zudem verzeichnen wir mehr als 30 Millionen Euro Schaden in der Landwirtschaft durch die schweren Hagelereignisse bis Ende Juli. Diese Zwischenbilanz zeigt, wie verletzbar die standortgebundene Landwirtschaft ist. Derartige Wetterextreme sind aber keine Ausreißer und keine Jahrhundertereignisse mehr. Im Gegenteil: Schweregrad und Intensität solcher Naturkatstrophen nehmen zu.“

Insbesondere Mais, Kürbis, Sonnenblumen, Sojabohnen sowie Kartoffeln und Grünland seien von den extrem hohen Temperaturen und den ausbleibenden Niederschlägen betroffen. Die meisten Hitzeschäden verzeichneten Niederösterreich und das Burgenland, aber auch in den anderen österreichischen Bundesländern spitze sich die Lage zu, sagte Weinberger.

Die Österreichische Hagelversicherung wurde 1947 von der Österreichischen Versicherungswirtschaft gegründet und versichert heute als Spezialversicherer der Landwirtschaft neben Hagel auch Dürre, Sturm, Hochwasser und viele weitere Risiken. Das Unternehmen hat auch jeweils eine Niederlassung in Tschechien, der Slowakei und Slowenien und ist im Dienstleistungsverkehr in Ungarn und Rumänien tätig. (az)
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