Die österreichischen Bauern erzeugen 2011/12 zu viel Milch. Es ist eine Zusatzabgabe von mehr als 33 Mio. € zu erwarten. Im Ende März zu Ende gegangenen Milchquotenjahr 2011/12 dürften die Bauern in Österreich ihre Kontingente stark überschritten haben. Die jüngsten Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA), welche die Anlieferungen bis 10. März berücksichtigen, gehen von einer Überlieferung in der Höhe von knapp 120.000 t aus, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien. AMA geht in ihren Berechnungen für das abgelaufene Quotenjahr von einer nationalen Referenzmenge für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2.846.561 t aus. In dieser Menge ist die von der EU festgelegte jährliche 1-prozentige Quotenaufstockung bereits berücksichtigt.

Im Berechnungszeitraum Anfang April 2011 (Beginn des Quotenjahres) bis zum 10. März haben Österreichs Landwirte den Angaben zufolge 2.756.664 t Milch an die Molkereien geliefert. Wegen des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehalts der angelieferten Milch erhöht sich diese Menge um 35.398 t; daraus ergebe sich eine fettkorrigierte Anlieferung von 2.792.062 t. Die anteilige A-Quote für diesen Zeitraum betrage jedoch nur 2.672.537 t, woraus die saldierte Überlieferung resultiere. Auf EU-Ebene wurde für Quotenüberschreitungen eine Abgabe von 27,83 Cent/kg Milch beschlossen. Daraus errechnet sich bis zur ersten März-Dekade bereits eine Zusatzabgabe von mehr als 33 Mio. €. Bis Ende März dürfte sich die Überlieferung weiter erhöht haben, so AIZ. (az)
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