Raiffeisen Ware Austria

Österreicher investieren weniger


Das vergangene Jahr 2014 hat das Agrarunternehmen Raiffeisen Ware Austria (RWA) stark gefordert. Während der Bilanzpressekonferenz heute in Wien schilderte RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf die Umstände, warum Umsatz und Ergebnis 2014 gesunken sind. Wolf nannte zurückgehende Rohstoffpreise, eine geringe Investitionsbereitschaft der Kunden sowie die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts.

Vor allem das Beteiligungsunternehmen Austria Juice litt massiv unter dem Handelsembargo und der Abwertung der ukrainischen Landeswährung. Ebenso war der Handel mit Baustoffen, Konsumgütern sowie Landmaschinen von einer enttäuschenden privaten Konsumnachfrage sowie einer geringen Investitionsbereitschaft geprägt.

Stark gefallene Preise wirkten sich auf das Agrar- und Energiegeschäft aus. Das Handelsvolumen mit agrarischen Erzeugnissen überschritt erstmals die Drei-Millionen-Tonnen-Marke. Der Spartenumsatz beträgt 1,2 Mrd. €. Die gefallenen Agrarpreise führten im Landtechniksektor zu einer starken Investitionszurückhaltung bei den Landwirten. In diesem Segment entwickelte sich der Konzern mit einem Umsatz von 94 Mio. € stabil. Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, tätigte die RWA in Österreich und den Ländern in Zentral- und Osteuropa im Jahr 2014 Investitionen in Höhe von 23 Mio. €.

Entwicklung der Lagerhaus-Genossenschaften

Die Lagerhaus-Genossenschaften entwickelten sich, wie die RWA, vor dem Hintergrund eines herausfordernden Umfelds "zufriedenstellend". Der Umsatz betrug 4,4 Mrd. €, das ist ein Rückgang von 5,7 Prozent. (da)
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