Österreichische Bank beugt sich Druck

Die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG) beendet die Spekulation auf Agrarrohstoffpreise. Sie reagiert auf Medienschelte.

Eigentlich wollte die ÖVAG seit Montag ihr neues Zertifikat „Agrar Rohstoff Garant 2" vermarkten. Doch nach heftiger Kritik in den Medien hat die teilstaatliche Bank einen Rückzieher gemacht und weitere Konsequenzen angekündigt: „Wir werden in diesem Bereich keine neuen Produkte mehr anbieten und ziehen sämtliche Angebote in diesem Bereich zurück", versicherte ÖVAG-Vorstand Martin Fuchsbauer am Dienstag auf der Homepage des Finanzinstituts.

Die ÖVAG hatte am Montag das neue Produkt mit dem Versprechen beworben, dass Anleger „zu 120 Prozent (ohne Cap) am Aufschwung der weltweit wichtigsten Agrarrohstoffe" partizipieren könnten. Daraufhin titelte am Dienstag die Tiroler Tageszeitung: „Staatsbank zockt mit Lebensmitteln". Besonders kritisierte die Zeitung, dass in der Werbung auch mit der Dürre in den USA argumentiert worden sei.

In Deutschland haben bereits mehrere Banken den Rückzug aus Fonds beschlossen, die Agrarpreisentwicklungen abbilden. Die Commerzbank hatte vor einer Woche das Ende verkündet. (db)
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