Österreichisches Einfuhrverbot für deutsche Rinder wahrscheinlich

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Österreich wird sein geplantes Einfuhrverbot für lebende Rinder und Rindfleisch aus Deutschland am heutigen Mittwoch der EU-Kommission in Brüssel verkünden. In den Notifizierungsschreiben wird die Kommission aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden Österreich zu bestätigen, dass in Deutschland die gemeinschaftlichen Maßnahmen der EU zur Bekämpfung von BSE vollständig umgesetzt werden, und dass deshalb keine Gefahr von deutschen Rindern ausgehe. Sollte die Kommission dies nicht bestätigen, tritt am Donnerstag das Einfuhrverbot in Kraft. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung von EU-Kommissar David Byrne ist aber mehr als unwahrscheinlich. Noch in dieser Woche verkündete Byrne, er schließe nicht aus, dass in Deutschland noch Tiermehle im Rinderfutter und BSE-Risikomaterialien in Würsten zu finden seien. In Österreich wurden in jüngster Zeit vermehrt deutsche Rinder geschlachtet um deren Fleisch leichter nach Italien exportieren zu können. Außerdem ist Deutschland traditionell der größte ausländische Rindfleischanbieter für Österreich. Die Niederlande werden nicht mit einem Embargo belegt, weil es dort in jüngster Zeit keine neuen BSE-Fälle mehr gegeben habe, erklärte ein Mitarbeiter der ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel. (Mö)
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