1

Die Getreideernte in Österreich ist so gut wie abgeschlossen. Mit einer geschätzten Produktionsmenge von etwa 2,6 Mio. t bleibt die Ernte - ohne Mais - aber um rund 7 Prozent unter den Vorjahreswerten, gab die Agrarmarkt Austria (AMA) in Wien bekannt. Davon entfallen etwa 1,3 Mio. t (minus 9 Prozent) auf Weizen und 100.000 t (minus 39 Prozent) auf Roggen. Die Futtergetreidemenge wird auf 2,7 Mio. t geschätzt (minus 7 Prozent), wovon wiederum die Gerste einen Anteil von knapp 930.000 t (plus 6 Prozent) ausmachen wird. Der Rest entfällt hauptsächlich auf Mais, wobei hier die Menge derzeit mit 1,5 Mio. t angenommen wird, was einen 12-prozentigen Rückgang bedeuten würde. Bei Mais ist jedoch noch nicht abzusehen, wie groß das Ausmaß der Hitzeschäden ist und wie sich die Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen gestalten.

Auf Grund der sehr guten Qualitäten dürfte die diesjährige Ernte leicht zu vermarkten sein. Der Anteil an Qualitäts- und Premiumweizen mit hervorragenden Qualitätsparametern liege mit mehr als 80 Prozent in den Hauptanbaugebieten weit über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Hektolitergewichtswerte erreichen größtenteils mehr als 80 kg, der Proteingehalt liege fast ausschließlich zwischen 14 und 16 Prozent. Dementsprechend erwartet die AMA deutlich höhere Preise als im Vorjahr. (AIZ)

stats