Österreichs Molkereien plagen Absatzsorgen

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Die österreichischen Molkereien beklagen geringe Margen. Ein großes Angebot trifft auf eine Inlandsnachfrage, die sich noch nicht erholt hat. Mit 2,71 Mio. t haben die österreichischen Molkereien 2008 rund 2 Prozent mehr Milch erfasst als im Vorjahr. Der Milchlieferstreik im Frühsommer brachte keine Einbußen. Wegen der höheren Preise sind die Umsätze der Molkereien 2008 um etwa 7 Prozent auf 2,14 Mrd. € gestiegen, berichtet die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) weiter. Für 2008 weist der VÖM einen Durchschnittspreis einschließlich MWSt. von rund 0,44 €/kg nach 0,38 €/kg im Jahr 2007 aus. Unter diesen hohen Preisen jedoch hat der Inlandsabsatz gelitten. Die VÖM berichtet von einem Mengenrückgang um 1,4 Prozent in Österreich. Weil die hohen Milcherzeugerpreise auch nicht vollständig im Verkauf weitergegeben werden konnten, ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ins Minus gedreht. Ausgedrückt als Umsatzrendite weist der VÖM für 2008 im Branchendurchschnitt minus 0,4 Prozent aus, nach plus 1,4 Prozent im Vorjahr.

Österreichs Milchwirtschaft umfasst weniger als 2 Prozent der Milch der gesamten EU. Bedeutend ist für die Branche der Außenhandel. Die Exporte erreichten 2008 nach VÖM-Angaben ein Umsatzvolumen von 934 Mio. €, denen Importe von 541 Mio. € gegenüber standen. Wichtigstes Exportprodukt für Österreich ist Käse. (db)

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