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Mehl wird in Österreich teurer, die Preise sollen zum 1. September angehoben werden. "Steigende Getreidepreise sowie starke Kostensteigerungen bei Energie, Logistik, Treibstoffen und Personal werden eine Preisanpassung für Mehl- und Mühlenprodukte im Ausmaß von 15 bis 20 Prozent erfordern", erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Michael Blass, in einer Mitteilung. Die Mühlenindustrie sehe sich außerstande, diese zusätzlichen Belastungen zu tragen. Die letzte Preisanpassung habe 2003 stattgefunden. Seither seien die Kosten laufend gestiegen. Daher sei eine Erhöhung der Abgabepreise ab September dringend nötig, um den hohen Qualitätsstandard des österreichischen Mehls aufrechtzuerhalten, argumentierte Blass. Darüber hinaus habe der Druck auf die österreichischen Mühlen durch die EU-Erweiterung zugenommen. Seit dem EU-Beitritt Österreichs habe sich die Zahl der Mühlenbetriebe mehr als halbiert, ein weiterer Rückgang sei zu befürchten. (AIZ)
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