Pflanzenschutzmarkt

BASF sichert sich Zugang zu Insektizid

BASF will sich für die Zukunft rüsten.
BASF
BASF will sich für die Zukunft rüsten.

Die BASF stärkt die Pipeline für Insektizide. In einigen Jahren kommen Produkte mit neuem Wirkungsmechanismus auf den Markt.

Die BASF SE hat mit der japanischen Mitsui Chemicals Agro Inc. (MCAG) einen langfristigen Vertrag für die Vermarktung von Broflanilide unterzeichnet. Insektizide mit diesem neuartigen Wirkstoff könnten ab dem Jahr 2020 auf den Markt kommen, stellt die BASF in Aussicht.

Die Zusammenarbeit der BASF mit dem japanischen Partner hat bereits 2014 begonnen. Jetzt hat sich das Ludwigshafener Unternehmen exklusive weltweite Vermarktungs- und Vertriebsrechte für Broflanilide-haltige Produkte gesichert. Die MCAG wiederum hält für Japan selbst und einige andere asiatische Länder exklusive Rechte.

Das Molekül wurde von MCAG entdeckt und als Insektizidwirkstoff seit 2014 zusammen mit BASF entwickelt. Es bekämpft beißend-kauende Schädlinge, wie Raupen und Käfer, in Sonder- und Feldkulturen. Es lässt sich auch im Vorratsschutz oder als Beizmittel einsetzen.

Mehr Möglichkeiten gegen Resistenzen

Die Neuartigkeit des Wirkstoffs Broflanilide zeigt sich in der Einstufung der internationalen Organisation „Insecticide Resistance Action Committee“ (IRAC). IRAC klassifiziert die Insektizide je nach Wirkungsmechanismus in Gruppen, die ähnliche Resistenzen aufweisen. Broflanilide gehört zur Gruppe 30 (GABA-aktivierte allosterische Modulatoren mit Chloridkanal), in der sich bislang kein anderer Pflanzenschutz-Wirkstoff befindet. Damit bietet es eine Alternative im Resistenzmanagement.
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