Pflanzenschutz

Schub für Alternative zur Chemie

Die Kooperation will hybride Lösungen im Pflanzenschutz weiterentwickeln.
Foto: Crop.Zone
Die Kooperation will hybride Lösungen im Pflanzenschutz weiterentwickeln.

In einer Kooperation wollen Nufarm und Crop.Zone den physikalischen Pflanzenschutz weiterentwickeln. Sie versprechen einen Ergänzung zu Herbizidanwendungen.

Das australische Pflanzenschutzunternehmen Nufarm und das deutsche Agrar-Start-up Crop.Zone haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Beide Partner wollen auf den wichtigsten europäischen Märkten eine neue Technologie für Herbizidanwendungen einführen. Die patentierte Lösung, die  Crop.Zone als „Hybrid Herbicide“ bezeichnet, ergänzt herkömmliche synthetische Herbizide und bietet Landwirten eine nachhaltige Alternative bei der Unkrautkontrolle, die zudem wettbewerbsfähig sein soll.

Die beteiligten Partner

Crop.Zone wurde 2019 von einem Team aus erfahrenen Agrartechnikexperten gegründet. Das Start-up bietet elektrophysikalische Lösungen zur Unkrautkontrolle sowie zur Sikkation. Nufarm Limited mit Hauptsitz in Melbourne, Australien, ist ein globaler Anbieter von Pflanzenschutzlösungen und Saatguttechnologien. Eine Stärke von Nufarm liegt bei Herbiziden.


Dazu werden die Pflanzen mit einer organischen, leitfähigen Flüssigkeit vorbehandelt, die den Richtlinien des ökologischen Landbaus entspricht. Anschließend wird eine Stromspannung angelegt. So lässt sich nach Angaben der Unternehmen ein sehr hoher Wirkungsgrad bei niedrigerem Energieverbrauch erzielen als mit herkömmlichen Unkrautbekämpfungstechnologien.

Deutsche Landwirte können das Verfahren testen

Ab 2021 werden zunächst Landwirte in Deutschland und den Benelux-Ländern die Lösung einsetzen können. Sie soll vor allem bei Kulturpflanzen zur Anwendung kommen, bei denen die Auswahl chemischer Pflanzenschutzmittel eingeschränkt wurde.

 

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