Pflanzenschutzindustrie

Agrarsparte von DowDuPont wird 2019 eigenständig

Saatgut hat DowDuPont 2017 mehr Umsatz gebracht. Pflanzenschutz lief schwächer. Der Zeitplan für die Aufteilung des gerade fusionierten Konzerns steht.

 

DowDuPont berichtet heute über ein umsatzstarkes Jahr 2017. Der Gesamtkonzern hat von der guten globalen Konjunktur profitiert. Der Umsatz liegt mit 79,5 Mrd. US-$ um 12 Prozent höher als der addierte Umsatz der beiden Einzelkonzerne Dow und DuPont im Vorjahr. Seit dem 1. September 2017 bilanzieren die beiden Unternehmen gemeinsam. Das Agrargeschäft verzeichnet 2017 einen moderateren Zuwachs. Das Unternehmen berichtet von einem Umsatzanstieg um 2 Prozent auf 14,3 Mrd. US-$ - auch hier im Vergleich zu den addierten Umsätzen von Dow und DuPont 2016. Saatgut hat Wachstum um 5 Prozent gebracht, wogegen der Pflanzenschutzumsatz 1 Prozent geringer war. Das Unternehmen berichtet von erheblichem Preisdruck am globalen Pflanzenschutzmarkt.

Der operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) ist 2017 im Agrarsektor im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 2,3 Mrd. US-$ gestiegen. Allerdings spielen hier Sondereffekte im Zusammenhang mit der Fusion eine Rolle. Denn gerade im Pflanzenschutzgeschäft hat der Preisdruck am globalen Markt die Margen geschwächt.

Der große Umbau steht noch bevor

Nach dem Jahresabschluss 2017 bleibt bei DowDuPont nichts mehr wie es war. Das gilt auch für die Agrarsparte, die durch Kartellauflagen geschrumpft ist. Den größten Beitrag hat DuPont mit der Abgabe eines Pflanzenschutzgeschäftes im Wert von 1,6 Mrd. US-$ an FMC geleistet.

Außerdem war seit Beginn der Fusion klar, dass sich das Unternehmen wieder aufspaltet. Heute gibt DowDuPont den Zeitplan für die Aufspaltung in die drei Bereiche Agrarchemie plus Saatgut, Spezialchemie sowie Kunststoffe bekannt. Als erstes soll bis Ende März 2019 der Kunststoffsektor abgespalten und an die Börse gebracht werden. Für die Eigenständigkeit der anderen beiden Bereiche steht Ende Mai 2019 im Plan.

stats