Pflanzenschutzindustrie

BASF kündigt Innovationen an


BASF will den Pflanzenschutz auf mehrere Beine stellen. Neben der klassischen Agrarchemie sollen biologische Methoden in den kommenden zehn Jahren praxisreif sein.

 

Die BASF rechnet bis 2027 mit Innovationen im Pflanzenschutz, die in der Spitze ein Umsatzpotenzial von 3,5 Mrd. € bringen sollen. Aktuell beträgt der Pflanzenschutzumsatz 5,7 Mrd. €, wie das Unternehmen bei Vorlage der Bilanz 2017 bekannt gegeben hat.

Ergänzend bietet das Unternehmen einen Blick in die künftigen Produkte. Bereits im Prozess der Registrierung und kurz vor der Markteinführung befinden sich Wirkstoffe für Fungizide der Marke Revysol und Insektizide der Marke Inscalis. Als weitere Neuheiten nennt das Unternehmen Herbizide sowie Technologien für die Herbizidtoleranz sowie das Resistenzmanagement. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen am Bioinsektizid Velifer mit einem erweiterten Anwendungsspektrum gegenüber Schadinsekten. Das Produkt war 2017 bereits mit einer Notfallgenehmigung gegen Drahtwürmer in Kartoffeln anwendbar. Schließlich stellt BASF für 2018 neue digitale Anwendungen in Aussicht.

Als Basis für die Neuentwicklungen dienen hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die BASF im Jahr 2017 auf 507 Mio. € für den Pflanzenschutz beziffert. Künftig sollen zur klassischen Agrarchemie Angebote im biologischen Pflanzenschutz sowie digitale Anwendungen kommen. Außerdem verspricht sich der Konzern viel vom geplanten Erwerb der Forschung und Entwicklung von Saatgut und Pflanzeneigenschaften von Bayer. „Damit schaffen wir einen direkten Marktzugang für unsere eigene Forschung an Pflanzeneigenschaften“, erläutert Markus Heldt, Leiter des Unternehmensbereichs Crop Protection.

 

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