Pflanzenschutzindustrie

China erlaubt Monsanto-Kauf


Bayer nimmt die nächste Hürde auf dem Weg zur Übernahme von Monsanto. China stimmt unter Auflagen zu. Entscheidend wird jedoch in den kommenden Wochen das Votum der EU-Kommission.

Das chinesische Wirtschaftsministerium erlaubt, dass der Bayer-Konzern Monsanto kaufen darf. Als Bedingung stellen die Chinesen, dass die bereits angekündigten Verkäufe stattfinden. So hat sich Bayer verpflichtet, nahezu die gesamten landwirtschaftlichen Saatgut-Aktivitäten sowie das Liberty-Geschäft an den Konkurrenten BASF zu verkaufen. Hinzu gekommen ist die in der vergangenen Woche bekannt gewordene Absicht, dass Bayer zusätzlich seine gesamte Gemüsesaatgut-Sparte abstoßen will. Hier steht ebenfalls die BASF als Käufer parat.

In China hat die Kartellbehörde darüber hinaus für die Wettbewerber von Bayer und Monsanto einen „angemessenen und diskriminierungsfreien“ Zugang zum Digital-Farming-Angebot des kombinierten Unternehmens verlangt, berichtet das Handelsblatt. Diese Digitalsparte nimmt auch die EU-Kommission bei ihrer Prüfung der Wettbewerbssituation genau unter die Lupe.

Die Brüsseler Entscheidung soll bis spätestens 5. April bekannt gegeben werden, ist der Internetseite der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission zu entnehmen. Den Antrag auf Übernahme von Monsanto offiziell gestellt hatte Bayer Ende Juni 2017.

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