Pflanzenschutzindustrie

FMC wird gewichtiger Player

Am internationalen und deutschen Pflanzenschutzmarkt ändern sich die Gewichte. Deutlich gestärkt ist FMC, hierzulande bekannter als Cheminova.

 

Die FMC Corporation, die in der laufenden Konsolidierungswelle der globalen Agrarchemie an Stärke gewonnen hat, ist 2017 nicht nur durch Zukäufe, sondern auch aus dem Kerngeschäft gewachsen. Im Gesamtjahr 2017 hat FMC mit Pflanzenschutzmitteln einen Umsatz von rund 2,5 Mrd. US-$ erzielt, das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Das  Wachstum aus dem ursprünglichen FMC-Geschäft beträgt nach Unternehmensangaben 3 Prozent.

Im Gesamtjahr 2018 rechnet FMC mit einem Agrarumsatz von 3,95 bis 3,15 Mrd. US-$. Das ursprüngliche FMC-Portfolio soll aus eigener Kraft um 2 bis 4 Prozent wachsen, das hinzugekaufte DuPont-Portfolio sogar um 6 bis 10 Prozent. FMC wäre damit der sechstgrößte Anbieter am Weltmarkt hinter DowDuPont, Monsanto, Bayer, Syngenta, und der BASF. Kommt es 2018 zur Fusion von Bayer und Monsanto, rückt FMC sogar auf Platz 5 vor.

FMC in Deutschland
FMC firmiert hierzulande noch als Cheminova Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Stade. Historisch ist das Unternehmen aus der früheren Stähler GmbH hervorgegangen, die 2011 von der Cheminova aus Dänemark übernommen wurde. Das dänische Unternehmen wiederum gehört seit 2015 zu FMC. In Deutschland kommt künftig zum Produktionsstandort in Stade/Niedersachsen ein neuer Vertriebsstandort im Großraum Frankfurt am Main. Geschäftsführerin der deutschen Gesellschaft ist seit 2016 Ursula Lüttmer-Ouazane, die vorher Mitglied der Geschäftsführung der Monsanto Agrar Deutschland war.
Die FMC Corporation bestand bis 2017 aus den drei Unternehmenssparten „Agricultural Solutions“, „Health and Nutrition“ sowie „Lithium“. Das Agrargeschäft hat FMC 2017 mit der Übernahme von großen Teilen des DuPont-Geschäftes deutlich verstärkt, musste jedoch im Gegenzug sein Europageschäft mit Sulfonylharnstoff und Florasulam an Nufarm veräußern. Außerdem hat sich FMC 2017 von der Gesundheits- und Ernährungssparte getrennt. Unverändert ist FMC Anbieter von Lithium, das vor allem als Rohstoff für Batterien gefragt ist. Der Umsatz 2017 hat rund 350 Mio. US-$ betragen. Der Konzern plant, 2018 das Agrargeschäft und das Lithiumgeschäft zu trennen und in zwei eigenständigen Unternehmen weiterzuführen.

 

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