Portfolio-Bereinigung

Bayer verkauft Tiergesundheits-Geschäft


Bayer macht mit dem Verkauf des Animal-Health-Geschäfts finanzielle Mittel locker.
Bild: Bayer
Bayer macht mit dem Verkauf des Animal-Health-Geschäfts finanzielle Mittel locker.

Der Leverkusener Konzern kommt mit der Bestrebung voran, sich auf das Life-Science-Geschäft zu konzentrieren. Bis Mitte 2020 soll der Verkauf des Animal-Health-Geschäfts an ein US-Unternehmen in trockenen Tüchern sein.

Elanco Animal Health erwirbt das Animal-Health-Geschäft von Bayer für 7,6 Mrd. US-$. Die Summe bestehe zu 5,3 Mrd. US-$ aus einer Barkomponente, hinzu kommen 2,3 Mrd. US-$ in Aktien von Elanco, basierend auf dem unbeeinflussten volumengewichteten 30-Tages-Durchschnittskurs zum 6. August 2019. Das Transaktionsvolumen entspreche dem 18,8-Fachen des Ebitda des Geschäftsjahres per 30. Juni 2019 von Bayer Animal Health, teilte die Bayer AG in Leverkusen am Dienstag mit. Der Konzern erwartet nach eigenen Angaben, dass die Transaktion Mitte 2020 abgeschlossen sein wird  – vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden. Bayer beabsichtige, sich "zu gegebener Zeit" von seinem Anteil an Elanco zu trennen.

„Diese Transaktion stärkt unseren Fokus als ein führendes Life-Science-Unternehmen“, sagt Bayer-CEO Werner Baumann. Die Trennung von der Tiergesundheitssparte stelle die größte Transaktion in einer Reihe von Portfoliomaßnahmen dar, die Bayer im November 2018 angestoßen hatte. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Verkauf der Consumer-Health-Marken Coppertone™ und Dr. Scholl’s™ sowie seiner 60-prozentigen Beteiligung am deutschen Standortdienstleister Currenta angekündigt.

Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2025

Die Mitarbeiter der deutschen Animal Health GmbH von Bayer werden nach Angaben des Leverkusener Konzerns bis Ende 2025 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt und gemäß der Vereinbarung mit Elanco zu vergleichbaren Konditionen weiterbeschäftigt. Für die Beschäftigten der KVP Kiel und der Bayer Vital, die ebenfalls von Elanco übernommen werden sollen, gelte der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und der Erhalt vergleichbarer Arbeitsbedingungen für drei Jahre nach Vollzug der Transaktion, heißt es weiter aus Leverkusen.

Bayer Animal Health zählt laut der Bayer AG zu den international führenden Unternehmen im Bereich Tiergesundheit und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 1,8 Mrd. US-$. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Produkte und Lösungen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen bei Haus- und Nutztieren.

 „Von der Kombination aus Elancos starker Beziehung zu Tierärzten und der führenden Rolle von Bayer im Einzel- und Onlinehandel werden letztlich all unsere Kunden profitieren. Wir freuen uns darauf, unsere komplementären Geschäfte und Fähigkeiten zusammenzubringen, um ein voll auf die Tiergesundheit fokussiertes Unternehmen zu bilden, das Landwirte, Tierärzte und Haustierbesitzer kontinuierlich mit Innovationen versorgt“, kommentierte Jeffrey N. Simmons, Präsident und CEO von Elanco, die Transaktion.

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