Produktionsstandort in Holland

Beyond Meat kommt in Europa voran


Die Zeichen stehen für Beyond Meat auf Wachstum: Was folgt nach Burgerpatties und veganem Hack?
Foto: Beyond Meat
Die Zeichen stehen für Beyond Meat auf Wachstum: Was folgt nach Burgerpatties und veganem Hack?

Im Januar 2020 legt Beyond Meat mit der Produktion von fleischlosen Patties in Holland los. Das Unternehmen möchte es nicht nur bei veganem Hack belassen und  entwickelt bereits weitere Produkte.

Der Hersteller von Fleischalternativen auf Erbsenbasis Beyond Meat macht in Europa große Fortschritte. Wie die Lebensmittelzeitung unter Berufung auf den Chief Growth Officer von Beyond Meat Chuck Muth berichtet, läuft der Bau des Produktionsstandortes in Zoeterwoude in den Niederlanden nach Plan. Gebaut wird dieser von dem holländischen Partner Zandbergen. Im Januar 2020 sollen dort bereits die Fleischalternativen Beyond Burger und Beyond Sausage produziert werden. "Wir werden dort jeweils 4 000 kg Burger und Sausages pro Stunde produzieren", sagt Ihab Leheta, Vertriebsleiter International bei Beyond Meat. Von dort aus wolle das US-amerikanische Unternehmen Europa und den Mittleren Osten beliefern. "Und wer weiß, vielleicht auch Afrika", sagt Leheta. Eine eigene Produktion in Europa ist dem Vernehmen nach nicht ausgeschlossen.

Dauerhafte Listungen im LEH kann der Hersteller von fleischlosen Patties und Würstchen hierzulande noch nicht vorweisen. "Wir sind in Gesprächen mit dem Handel", sagt Leheta. "Aber wir müssen uns vorher vergewissern, dass wir die Nachfrage auch bedienen können." Bislang sind die Würstchen und Burger dauerhaft lediglich beim Großhändler Metro gelistet. Bei Lidl waren die Patties zwei Mal in Aktion erhältlich, wo sie nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Es gilt bei Beyond Meat als sehr wahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr eine weitere Aktion bei dem Discounter folgen wird – dann wolle das Unternehmen jedoch auf die große Nachfrage vorbereitet sein. "Wir erhöhen stetig unsere Produktionskapazitäten, um die Nachfrage zu stillen", sagt Muth.

Im nächsten Jahr will das US-amerikanische Unternehmen hierzulande mit fleischlosem Hack an den Start gehen, das bereits in den USA verkauft wird. Aber auch andere Produkte sind denkbar: "Wir arbeiten aktuell an der Entwicklung von fleischlosem Bacon", erklärt Muth. "Wir planen, irgendwann jedes tierische Fleischprodukt durch eine pflanzliche Alternative zu ersetzen. Auch Hühnchen oder Steaks."

Beyond Meat kann hervorragende Wachstumszahlen vorweisen. "Wir wachsen aktuell drei Mal so stark wie im vergangenen Geschäftsjahr", sagt Muth. Im zweiten Quartal 2019 stieg der Nettoumsatz eigenen Angaben zufolge um 287 Prozent auf 67,3 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet der Hersteller von Fleischersatzprodukten einen Nettoumsatz von mehr als 240 Mio. USD.

Die Aktie des seit Mai an der elektronischen Börse Nasdaq notierten Unternehmens schwankt hingegen seit August zwischen 140 und 170 USD. Der Ausgabepreis betrug 46 USD. Das eingesammelte Geld möchte Beyond Meat nach Angaben von Chief Growth Officer Muth in Produktion, Kapazitätserweiterung und Marketing investieren.

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