Prognose

Südzucker stimmt auf Verluste ein


Bild: Günther Gumhold/Pixelio

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker stellt sich auf magere Zeiten ein. Insbesondere die Zucker-Sparte soll Verluste einfahren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lieferte die Südzucker AG aus Mannheim noch steigende Zahlen. Sowohl der Konzernumsatz legte mit rund 7,0 Mrd. € (Vorjahr: 6,5) zu als auch das operative Konzernergebnis. Es erhöhte sich vom 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2018 auf rund 440 (Vorjahr: 426) Mio. €, gab die Südzucker bekannt. Zu diesem Anstieg trug insbesondere das Segment Zucker bei.

Genau diese Sparte bereitet dem Unternehmen aber nach der Prognose für das Geschäftsjahr 2018/19 Sorgen. Es geht von einem operativen Verlust im Segment Zucker in Höhe von 100 bis 200 Mio. € aus. Als Ursache werden die weltweiten Produktionsüberschüsse bei Zucker und die erwarteten Belastungen durch die Liberalisierung des EU-Zuckermarkts genannt. Insgesamt erwartet Südzucker 2018/19 einen deutlichen Rückgang des operativen Konzernergebnisses auf 100 bis 200 Mio. €. 

Die trüben Aussichten ließen die vor einiger Zeit vom MDAX in den SDAX abgestiegene Südzucker-Aktie bis zum heutigen Dienstagmorgen um knapp 8 Prozent auf 13,08 € einbrechen.

Beim Konzernumsatz peilt Südzucker 2018/19 mit 6,8 bis 7,1 Mrd. € hingegen eine stabile Entwicklung an. Und in den anderen Segmenten wird mit Ergebnisverbesserungen gerechnet. So erwartet Südzucker bei Früchten und Spezialitäten wie Fertig-Pizza Zuwächse. Bei der Ethanol produzierenden Tochter Crop Energies soll das operative Ergebnis aber weiter sinken und zwischen 30 und 70 Mio € liegen.

Die Südzucker-Aktionäre sollen jetzt aber erst einmal eine stabile Dividende erhalten, die bei 0,45 € je Aktie liegen soll. Der vollständige Bericht für das Geschäftsjahr 2017/18 wird am 17. Mai veröffentlicht.

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