Quartalsbericht

ADM will Ethanolsparte loswerden


Im Ethanolgeschäft fährt ADM hohe Verluste ein.
Foto: ADM
Im Ethanolgeschäft fährt ADM hohe Verluste ein.

Nach einem schwachen Quartalsauftakt gliedert ADM sein Ethanolgeschäft in eine eigenständige Einheit aus. Die Sparte könnte abgespalten werden.

Der ADM-Umsatz ist im 1. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent auf 15,3 Mrd. US-$ gesunken, berichtete das Unternehmen am Freitag. Als operativen Gewinn weist ADM von Januar bis März 2019 rund 611 Mio. US-$ aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang um 13 Prozent. Dazu hat vor allem mit hohen operativen Verlusten von 74 Mio. US-$ das Ethanolgeschäft beigetragen. Dagegen haben die Ölmühlen deutlich höhere Margen erzielt. Auch der globale Handel war einträglicher.

„Das erste Quartal war herausfordernder als erwartet“, kommentierte DM-Chef Juan Luciano den Jahresauftakt. Belastend waren auch die Unwetter mit Überschwemmungen, die im März in den USA die Aussaat behindert und Transporte lahmgelegt hatten. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres gibt sich Luciano jedoch unverändert optimistisch. Er verspricht sich viel von der Stärkung der Futtermittelsparte, die 2018 eingeleitet worden ist. Außerdem hofft der ADM-Chef, dass demnächst der Handelskonflikt zwischen den USA und China beigelegt werden könnte.

Spin-off an ADM-Aktionäre wird geprüft

Andererseits zieht Luciano die Konsequenzen aus dem fortwährend schwachen Ethanolgeschäft. Geplant ist eine eigene Ethanol-Tochtergesellschaft, in die auch zahlreiche Mais-Trockenmühlen ausgegliedert werden. Das neue Unternehmen wird als eigenständiges Segment berichten. Luciano kündigt an, dass es möglicherweise auch einen Spin-off an bestehende ADM-Aktionäre geben könnte. Auch andere Alternativen der Abspaltung würden geprüft. Schließlich will ADM Kosten sparen und hat ein Vorruhestandsprogramm für Mitarbeiter in den USA und Kanada angekündigt.

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