Das Ölmühlengeschäft von Bunge stolpert. Doch der Konzern erkennt jetzt eine Trendwende und verspricht im Gesamtjahr 2018 eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Die Bunge Ltd., White Plains, fährt den zweiten Quartalsverlust in Folge ein. Eigentlich sollte es 2018 besser werden, aber von Januar bis März 2018 weist der Agrarkonzern einen Nettoverlust von 21 Mio. US-$ aus. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 47 Mio. US-$ eingefahren worden.

Der Umsatz ist im 1. Quartal 2018 mit 10,6 Mrd. US-$ um etwa 4 Prozent kleiner ausgefallen als im gleichen Quartal des Vorjahres. Einen kräftigen Rückgang um 38 Prozent gibt es bei dem um Sondereinflüsse bereinigten operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen, das im aktuellen Quartal nur noch 85 Mio. US-$ beträgt.

Bunge weist sogar einen operativen Verlust in der Ölsaatensparte von 34 Mio. US-$ aus. Diesen begründet der Konzern mit Terminkontrakten, die jetzt abgeschlossen worden sind, aber erst in den kommenden Monaten Gewinn bringen. Auch die seit Jahren immer wieder defizitäre Zuckersparte hat zu Jahresbeginn 2018 rote Zahlen geschrieben.

Bunge-CEO Soren Schroder gab aber am Mittwoch ungeachtet der Verluste einen optimistischen Ausblick. Mittlerweile sei es zu „dramatischen Veränderungen“ im globalen Sojamarkt gekommen, die Margen hätten sich deutlich verbessert. Daher rechne das Unternehmen für das Gesamtjahr 2018 mit hohen Einnahmen. Außerdem verspricht Schroder, mit einem globalen Sparprogramm die Kosten im Konzern um 100 Mio. US-$ zu senken.

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