Quartalsergebnis

KWS mit stabiler Ertragslage

Der Saatguthersteller berichtet von herausfordernden Absatzmärkten. Die Ertragslage bleibt aber im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz ist rückläufig. 

Die KWS Gruppe verzeichnete nach Ablauf von neun Monaten im Geschäftsjahr 2017/2018 einen währungsbedingten Umsatzrückgang um 4,7 Prozent auf 862,5 Mio. €. Der Rückgang bezog sich auf die Märkte in Brasilien, Argentinien, Nordamerika und der Türkei und betraf in erster Linie das Maissaatgutgeschäft, teilt das Unternehmen heute mit. 

In Europa erzielte KWS einen Anstieg der Umsätze bedingt durch ein gutes Zuckerrüben- und Getreidesaatgutgeschäft. Das Ebit der KWS Gruppe blieb trotz des Umsatzrückganges auf dem Niveau des Vorjahres und betrug 169,0 Mio. € (Vorjahr: 170,1 Mio. €). „KWS entwickelt sich im Rahmen unserer Ertragsziele. Das ist mit Blick auf das schwierige Marktumfeld im Mais und unsere Reorganisationsprojekte ein schöner Erfolg“, kommentierte Eva Kienle, KWS-Finanzvorstand. 

Für das Geschäftsjahresende geht KWS weiterhin von einer unveränderten Ertragslage mit einer Ebit-Marge zwischen 11 bis 12 Prozent aus. Die Forschungs- und Entwicklungsquote schätzt das Unternehmen bei voraussichtlich bei rund 18 Prozent ein. Die Investitionen werden gemäß Unternehmensplanung bei rund 100 Mio. € erwartet.

Die Segmente im Detail

Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/2018 belief sich der Umsatz des Segments Mais auf 575,9 (691,4) Mio. €. Dieser Rückgang um 16,7 Prozent resultiert laut KWS im Wesentlichen aus der Entwicklung des brasilianischen Mais- und Sojasaatgutgeschäfts, signifikant negativen Wechselkurseinflüssen und der Umgliederung der Rapsaktivitäten in das Segment Getreide. Auf dem Wechselkursniveau des Vorjahres hätte sich laut KWS ein Segmentumsatz von 616,2 Mio. € (–10,9 Prozent) ergeben. Durch starke Frühjahrsnässe sei es in weiten Teilen Europas zu einer verspäteten Maisaussaat und somit zu Umsatzverschiebungen in das vierte Quartal gekommen. Die Maissaatgutumsätze in China stiegen nach dem enttäuschenden Vorjahr wieder an. Das Ebit des Segments belief sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Deckungsbeiträge aus der Umsatzentwicklung aber auch aufgrund von negativen Wechselkurseinflüssen auf 61,8 (87,2) Mio. €.

Der Umsatz des Segments Zuckerrüben übertraf den guten Vorjahreszeitraum und lag bei 369,6 (358,6) Mio. €. Bei einer weitgehend stabilen Anbaufläche in der EU konnten die Absätze deutlich gesteigert werden. Diese Entwicklung überkompensierte die Umsatzrückgänge in Nordamerika (wechselkursbedingt) und der Türkei (wechselkurs- und marktbedingt), teilte KWS mit. Auch in den übrigen Regionen verlief das Geschäft weitgehend positiv. Das Segmentergebnis erreichte aufgrund der Absatzausweitung sowie dem Wegfall von Lizenzausgaben in Nordamerika 154,7 (137,1) Mio. €. 

Nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017/2018 lag der Umsatz des Segments Getreide deutlich über Vorjahresniveau. Er stieg um 42,0 Prozent auf 137,6 (96,9) Mio. €. Neben der Zuordnung sämtlicher Rapsaktivitäten zum Beginn des Geschäftsjahres 2017/2018 verlief das Wintergetreide- und Winterrapssaatgutgeschäft deutlich positiv. Zudem zeigte auch das Sommergetreide- und Sommerrapssaatgutgeschäft aufgrund der Winter- und Frühjahrsnässe einen leichten Nachfrageanstieg. Die Ertragsentwicklung des Segments erreichte 30,6 (17,0) Mio. €.

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KWS

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